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Jan Santner

Portrait von Santner

Jan Santner

Kontakt

Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
IGK 1956 Kulturtransfer und ‚kulturelle Identität‘
Stadtstraße 5
79104 Freiburg im Breisgau
Deutschland

jan.santner[at]mail.igk1956.uni-freiburg.de
Tel.: +49 761 203 98570

Projekt

Kultureller Transfer geistlicher Artefakte am Beispiel deutscher mittelalterlicher Mystik in Russland. Transferprozesse, Vermittler, Wechselwirkungen und Rezeption

Die Auseinandersetzung mit geistlicher Literatur, besonders mit derjenigen des Mittelalters, stellt in der kultur- und literaturwissenschaftlichen Forschung einen weitgehend stiefmütterlich behandelten Aspekt dar. Dabei bieten die darin vermittelten Ideen, Artefakte und Konzepte eine reichhaltige Sammlung an Vorlagen für geistesgeschichtliche Entwicklungen insbesondere im 19. und frühen 20. Jahrhundert, die sich ohne die Wechselwirkungen und Vermittler wie auch Vermittlungsstrategien kaum oder nur sehr schwer nachvollziehen lassen. Am Beispiel deutscher mittelalterlicher Mystik, vornehmlich des Dominikanermystikers Eckhart von Hochheim († 1328), sollen in dieser Arbeit die Transfer- und Transformationsprozesse nach Russland und von dort aus zurück nach Deutschland nachgezeichnet und derselben Auswirkungen erforscht werden.
Zentrale russische Autorinnen und Autoren, die sich nachweislich mit deutscher mittelalterlicher Mystik beschäftigt haben und dieselbe in ihren Werken wiederum durch Übersetzungen und andere Transferprozesse nach Deutschland rückvermitteln konnten, sind dabei beispielsweise Vladimir Solov’ëv, Dmitrij Merežkovskij und Margarita Sabašnikova. Gleichwohl diese im Mittelpunkt der Forschungsarbeit stehen, sollen hierbei auch andere mitwirkende Kulturschaffende und Vermittlerfiguren berücksichtigt werden.
Der Zeitraum zwischen 1800 und 1930 stellt dabei derzeit noch eine große Forschungslücke dar, die durch dieses Dissertationsprojekt zunächst erschlossen, dann geschlossen werden soll.

Betreuungsteam:
Prof. Dr. Elisabeth Cheauré (Erstbetreuung)
Prof. Dr. Dieter Martin
Doz. Dr. Natalija Bakši

Vita

Seit Oktober 2018

Doktorand am IGK 1956 „Kulturtransfer und kulturelle Identität – Deutsch-russische Kontakte im europäischen Kontext“ an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

2016 bis 2018
Studium der Russlandstudien: Literatur, Geschichte, deutsch-russischer Kulturkontakt (M.A.) an der ALU Freiburg und der Russischen Staatsuniversität für Geisteswissenschaften (RGGU) Moskau.
Abschlussarbeit: „Vom Dritten Rom zum Dritten Reich? Eine imagologische Fallstudie zum Einfluss Dostoevskijs auf die Identitäts- und Alteritätsentwürfe des frühen Joseph Goebbels“.

Februar 2017 bis Juni 2017
Auslandsaufenthalt / Studiensemester an der RGGU Moskau.

2012 bis 2016
Studium der Deutschen Sprach- und Literaturwissenschaft und der Ostslavistik (B.A.) an der ALU Freiburg
Abschlussarbeit: „Das Glücksspiel als Gottesurteil in der europäischen Spätromantik. Analyse ausgewählter Texte Hoffmanns, Puškins und Baudelaires“.


Vorträge

April 2019 [in Vorbereitung]
„Die Rezeption Meister Eckharts bei Margarita Sabašnikova“ (AT)
Doktorandenkolloquium der Internationalen Jahrestagung 2019 der Meister-Eckhart-Gesellschaft, Freiburg i. Br.

13.04.2018
„Gambling as an Ordeal in Late European Romanticism”
BASEES, Churchill College, Cambridge, Vereinigtes Königreich.


Publikationen

Januar 2015
Alles Makulatur? Die Freiburger Epenhandschriften
Link


Universitäre Beschäftigungen

August 2017 bis September 2018
Wissenschaftliche Hilfskraft am Lehrstuhl Prof. Dr. Hans-Jochen Schiewer, Germanistische Mediävistik, ALU Freiburg i. Br.

Juli 2016 bis Februar 2017
Wissenschaftliche Hilfskraft im Projekt „Predigt im Kontext“, Forschungsstelle für geistliche Literatur des Mittelalters, Lehrstuhl Prof. Dr. Rudolf Weigand, Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt.

März 2015 bis Juni 2016
Studentische Hilfskraft im Projekt „Predigt im Kontext“, Forschungsstelle für geistliche Literatur des Mittelalters, Lehrstuhl Prof. Dr. Rudolf Weigand, Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt.

Oktober 2014 bis Februar 2015
Tutor zum Begleitseminar der Vorlesung „Einführung in die Sprachgeschichte und mittelalterliche Literatur“ bei Frau JunProf. Dr. Henrike Manuwald, Germanistische Mediävistik, ALU Freiburg i. Br.

März 2014 bis September 2014
Studentische Hilfskraft für Frau JunProf. Dr. Henrike Manuwald, Germanistische Mediävistik, ALU Freiburg i. Br.

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