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Natalja Salnikova

Natalja Salnikova

Kontakt

Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
IGK 1956 Kulturtransfer und ‚kulturelle Identität‘
Stadtstraße 5
79104 Freiburg im Breisgau
Deutschland

natalja.salnikova[at]mail.igk1956.uni-freiburg.de

Projekt

Musealisierung kultureller Identität. Dokumentation und Präsentation russlanddeutscher Kulturgeschichte im binationalen Museumskontext

In meinem Promotionsprojekt werden konzeptionelle Grundausrichtungen von Ausstellungen und Museen untersucht, die sich mit der Kulturgeschichte der Russlanddeutschen befassen.

Das museale Interesse an russlanddeutscher Migration hat in den letzten Jahren schrittweise zugenommen. So sind abgesehen vom Museum für russlanddeutsche Kulturgeschichte in Detmold zahlreiche, zum Teil auch partizipativ erarbeitete Ausstellungen in ganz Deutschland realisiert worden. Auch auf dem Gelände des ehemaligen Grenzdurchgangslagers Friedland, das heute die einzige Erstaufnahmeeinrichtung für Spätaussiedler und ihre Familienangehörigen ist, entsteht zurzeit ein landschaftsarchitektonisch gestalteter Museumspfad, der dieses historische Erbe aufarbeitet.

In Russland wird das (im)materielle Kulturgut der Ethnisch-Deutschen weniger in Form von Ausstellungen als vielmehr in eigens dafür eingerichteten Museen für Völkerkunde und Kulturgeschichte präsent. Allein die Oblast‘ Omsk und die Region Altaj weisen insgesamt neunzehn solcher Museen oder Kulturzentren auf. Mehr als die Hälfte von ihnen wurde Anfang der 1990er Jahre gegründet.

Die Neuorientierung der Museumslandschaft, die heute nach der Inklusion der kulturellen Vielfalt strebt, spiegelt die ortsansässigen Bevölkerungsgruppen und ihre Forderung nach Anerkennung bzw. Rehabilitation wider.

Durch die Untersuchung aus binationaler Perspektive werden zum einen wichtige Erkenntnisse über die Ausstellungskonzepte der Ethnisch-Deutschen in den jeweiligen Ländern gewonnen. Zum anderen können anhand der ausgewählten materiellen Kulturgüter anschließend Rückschlüsse gezogen werden, warum und wie bestimmte Objekte ein historisches Ereignis, eine Tradition oder ein (im)materielles Kulturerbe in der russlanddeutschen Geschichte repräsentieren.

Betreuungsteam:
Jun.-Prof. Dr. Stephan Packard (Erstbetreuung)
Prof. Dr. Dietmar Neutatz
Prof. Dr. Aleksej Žerebin

Vita
seit Oktober 2015
Wissenschaftliche Mitarbeiterin/Promotion am Internationalen Graduiertenkolleg 1956 an der
Albert-Ludwigs-Universität

Februar 2015–September 2015
Wiss. Mitarbeiterin im Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg

Oktober 2012–Oktober 2015
Wiss. Volontariat am Institut Mathildenhöhe Darmstadt

Februar 2008–Juli 2010
Kunstvermittlung in der Österreichischen Galerie Belvedere, Wien

September2010–Juli 2011
Studium der Ethnologie und Materiellen Kultur an der Université Paris V – Sorbonne

Oktober 2006–Juni 2012
Studium der Kultur- und Sozialanthropologie mit Abschluss Magistra phil. (mit Auszeichnung) an der Universität Wien
Nebenfach I: Kunstgeschichte
Nebenfach II: Slawistik

Publikationen, Vorträge

Aufsätze

2015
«Melitta-Service – ein Resonanzkörper der siebziger Jahre.», in: Kat. Ausst. Demo, Derrick, Discofieber. Die siebziger Jahre in der Bundesrepublik, hg. Siegfried Müller und Michael Reinbold, Petersberg, Michael Imhof Verlag, 2015, 73–79.

«Mir kommt es vor, als hätte ich zwei Leben, eins in Kasachstan und eins hier. Bilderwelten einer russlanddeutschen Migration.», in: Zuhause? Fremd? Migrations- und Beheimatungsstrategien zwischen Deutschland und Eurasien, hg. Markus Kaiser und Michael Schönhuth, Bielefeld, Transcript, 2015, 315–353.

2013
«Zwischen Bleikristallglas, Mantovarka und Puškin. Das russlanddeutsche Zuhause als Identitätsspiegel einer Aussiedlergemeinschaft.», in: Jahrbuch für deutsche und osteuropäische Volkskunde, 54, Münster u.a., Waxmann, 2013, 150–177.

 

Vorträge

April 2015
«‚Wenn Ärzte nicht helfen, hilft eine Babuška‘ – Alternative Heilmethoden und spirituelle Praktiken im Gesundheitsverständnis der Russlanddeutschen»
Tagung des Forschungsprojekts GEVERA am Institut für Volkskunde der Deutschen des östlichen Europa (IVDE), Freiburg in Br.: Zum GEsundheitsverständnis und -VErhalten Russlanddeutscher AussiedlerInnen heute

Juli 2012
«The Russian-German way of creating a ‘teremok’: the house and its objects – an identity resource»
European Association of Social Anthropologists Conference, Nanterre: Uncertainty and disquiet

September 2011
«Zwischen Bleikristallglas, Mantovarka und Fotoalben – russlanddeutsches Zuhause als Identitätsspiegel einer Aussiedlergemeinschaft»
Tagung der Deutschen Gesellschaft für Völkerkunde Wien: Wa(h)re Kultur

August 2010
«Intangible heritage between maintenance and profit»
European Association of Social Anthropologists Conference, Maynooth: Crisis and imagination

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