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Forschungsprogramm

Forschungsprogramm des IGK 1956

Die zentrale Forschungsidee des IGK „Kulturtransfer und ‚kulturelle Identität’ – Deutsch-russische Kontakte im europäischen Kontext“ zielt darauf ab, die lange Tradition nationaler, bilateraler und internationaler Forschung zu Kulturkontakten im deutsch-russischen/russisch-deutschen Bereich in ein innovatives Konzept interdisziplinärer und internationaler Kulturtransferforschung zu überführen. Das Konzept umfasst (1) eine wissenschaftstheoretische Grundlegung für die Internationalisierung des Kollegs, die die internationale Kooperation nicht nur begründet, sondern auch als notwendig ausweist; (2) die Entwicklung eines neuen methodologischen Leitdiskurses, der internationale Theorieansätze aufnimmt und zugleich den Gegenstandsbereich deutsch-russischer Kulturkontakte erweitert, und zwar insbesondere hinsichtlich ihrer Rückwirkungen auf die Konstruktion kultureller Identität; (3) ein neues Modell für die Veränderungsdynamik innerhalb des (fremd)kulturellen Erfahrungsgedächtnisses, aus dem narrative Schemata für den Entwurf nationaler (resp. imperialer) oder kultureller Identität abgeleitet werden (hierzu wird mit der Metapher des „dynamischen Palimpsests“ gearbeitet); (4) die konsequente Kontextuierung der deutsch-russischen Kontakte in europäischer Dimension. Der zu erwartende Mehrwert durch die Internationalisierung liegt vor allem im von den beteiligten Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen erarbeiteten Konzept von „eigen- und fremdkulturellen Wissenschaftsvarianten“. Die konkreten Formen der internationalen Kooperation sind somit auch wissenschaftstheoretisch begründet und sollen im Laufe der Arbeit ständig reflektiert werden.

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