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Anna Sator

Portrait von Anna Sator

Anna Sator

Kontakt

Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
IGK 1956 Kulturtransfer und ‚kulturelle Identität’
Stadtstraße 5
79104 Freiburg im Breisgau
Deutschland

anna.sator[at]mail.igk1956.uni-freiburg.de
Tel: +49 761 203 98670

Projekt

Geschlechterkonstruktionen in deutschsprachigen Reiseberichten über die frühe Sowjetunion als Produkt und Medium von Kulturtransfers

Mit der Oktoberrevolution 1917 rückte Russland schlagartig in den Fokus des Weltinteresses und wurde zum Gegenstand vielzähliger Reiseberichte aus jeglichen politischen und soziokulturellen Kontexten. Im Zentrum des Interesses standen hier – unabhängig von der primären Intention der Reiseberichte – außer der neuen Gesellschaftsform im Allgemeinen vor allem die Neuerungen hinsichtlich der rechtlichen und gesellschaftlichen Stellung der Frau. Die Ausgangshypothese der Arbeit ist, dass Reiseberichte als Gattung doppelt in die Prozesse des Kulturtransfers nach Lüsebrink einzuordnen sind: Zum einen als Produkt einer individuellen Reise und zum anderen als Medium eines weiteren Kulturtransferprozesses, der in der Ausgangskultur durch die Rezeption der Reiseberichte angestoßen wird. Das Korpus an Berichten von 1917 bis 1939 soll auf drei Untersuchungsebenen betrachtet werden. Zum einen werden die Reiseberichte in ihrer Entstehung anhand der „kulturellen Identität“ der entsprechenden Reisenden und den Reisebedingungen analysiert. Eine weitere Ebene befasst sich mit der konkreten Textarbeit hinsichtlich Geschlechterkonstruktionen, vor allem in Verbindung mit den Kategorien der Nation und Kultur. Die dritte Ebene befasst sich mit der Rezeption der Berichte in Deutschland. Ziel des Projekts ist es, die transferierten Geschlechterdiskurse sichtbar zu machen, aber auch die Verwendung von Geschlechterkonstruktionen zur eigenen nationalen bzw. kulturellen Positionierung gegenüber der Sowjetunion herauszuarbeiten. Es soll gezeigt werden, dass sich die Geschlechterdiskurse und -konstruktionen in den Reiseberichten auf der Basis des Eigenen formieren, aber natürlich das Fremde stets als Kontrastfolie für diese verwenden und daher auch als ein transnationaler Prozess betrachtet werden sollten.

Betreuungsteam:
Prof. Dr. Weertje Willms (Erstbetreuung)
Prof. Dr. Dietmar Neutatz
Prof. Dr. Larisa Polubojarinova

Vita

Werdegang

seit Oktober 2016
Doktorandin am IGK 1956 „Kulturtransfer und ‚kulturelle Identität‘ – Deutsch-russische Kontakte im europäischen Kontext“

August 2016
RaF & Landeskunde-Sommerschule „Leben in Westsibirien: Tradition und Moderne“ an der Staatlichen Hochschule für Dienstleistungswesen Omsk

05/2016–09/2016
Wissenschaftliche Hilfskraft bei der administrativen Geschäftsführung des Deutschen Seminars der Universität Freiburg

2014–2016
Studentische Aushilfskraft im Geschäftszimmer des Deutschen Seminars der Universität Freiburg

Wintersemester 2011/2012
ERASMUS-Aufenthalt am Trinity College in Dublin, Irland

Oktober 2009 – November 2015
Studium (Staatsexamen) der Fächer Deutsch (HF), Geschichte (HF), Englisch (HF) an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg i. Br.
Thema der Abschlussarbeit im Fach Geschichte: „Transformationen des Rollenbildes der Frau in der frühen Sowjetunion im Spiegel deutscher Reiseberichte“


Publikationen

2018
„Schneller als Moskau selber lernt man Berlin von Moskau aus sehen.” Konstruktionen von Nation und Kultur in Reiseberichten über die frühe Sowjetunion, in: Literaturkontakte. Kulturen – Medien – Märkte, hrsg. v. (u.a.) Schellens, Dorine, Berlin.


Vorträge

August 2018
„Männlichkeitskonstruktionen in den Dramen Ernst Tollers“
Tagung “Literatur, Sprache und Kultur zur Zeit der Weimarer Republik der Universität Bukarest

Februar 2018
„Das war eine politische Frau, eine weise Frau und eine Frau dabei. Ich
wußte vorher nicht, daß es solche Frauen gibt.” Konstruktionen von
Geschlecht und Kultur in deutschen Reiseberichten über die frühe Sowjetunion
Helle Panke e.V. – Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin, Berlin

November 2017
Geschlecht, Kultur und Revolution in Berta Lasks „Die Befreiung“
Internationale Konferenz „100 Jahre Russische Revolutionen – Spurensuche in Deutschland und Europa“

Juli 2017
„Schneller als Moskau selber lernt man Berlin von Moskau aus sehen.”
– Konstruktionen von Nation und Kultur in Reiseberichten über die frühe Sowjetunion
Nachwuchskonferenz Literaturkontakte – Texte • Kulturen • Märkte


Lehrveranstaltungen

Wintersemester 2017/2018
Proseminar: Rezeptionen der Russischen Revolution in der Literatur der Weimarer Republik WS 2017/18

Sommersemester 2016
Mentorat zur Vorbereitung auf das schriftliche Examen zum Thema „Interkultureller Roman“

Wintersemester 2015
Mentorat zur Vorbereitung auf das schriftliche Examen zum Thema „Familienroman“

Sommersemester 2015
Tutorat zur Vorlesung „Grundzüge der Gattungspoetik“

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