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Nadine Rahner

Portrait von Rahner

Nadine Rahner

Kontakt

Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
IGK 1956 Kulturtransfer und ‚kulturelle Identität‘
Stadtstraße 5
79104 Freiburg im Breisgau
Deutschland

nadine.rahner[at]igk1956.uni-freiburg.de
Tel.: +49 761 203 98571

Projekt

Literatur im Kalten Krieg: zur Publikation & Rezeption der russischen Literaturnobelpreisträger Pasternak, Šolochov und Solženicyn in Deutschland und Italien

Mit Pasternak, Šolochov und Solženicyn wurde drei russischen Schriftstellern der Literaturnobelpreis verliehen, die differenter nicht sein könnten: Pasternak ist der Intelligencija zuzurechnen, Šolochov gilt als einer ‘der Schriftsteller’ der Sowjetunion und Solženicyn ist einer der viel rezipierten Dissidenten im Westen. Spätestens mit der Verleihung des Literaturnobelpreises gerieten die Autoren in die globale Wahrnehmung, übernahmen die Funktion als russische Kulturvermittler, dienten als Objekte der Instrumentalisierung im Kalten Krieg und ihre Werke erlangten internationalen Bekanntheitsgrad. Der Transfervorgang einschließlich der Übersetzung, die deutsche Publikationsgeschichte ihrer Werke und die Rezeption der Autoren und ihrer Werke in Deutschland wurden jedoch noch nicht oder nur teilweise aufgearbeitet.

Deshalb macht es sich diese Arbeit zur Aufgabe, zu untersuchen, inwieweit die Autoren mit ihrem Status als Literaturnobelpreisträger die Funktion von Kulturvermittlern einnehmen, welche Vermittlerfiguren und Institutionen hinter dem Transfer ihrer Werke nach Italien und Deutschland standen, ob und wie diese vermittelnden Personen und Institutionen die Rezeption lenkten und welche Faktoren zur Rezeption der Werke und ihrer Person im jeweiligen Land führten und diese beeinflussten.
Als theoretische Grundlage für diese Ausführungen dient vor allem die Kulturtransfertheorie. Um die für den Transfer relevanten Vermittlerfiguren und -institutionen herauszustellen, wird mit netzwerktheoretischen Ansätzen gearbeitet. Auf Textebene werden Motive herausgearbeitet, die bei der Untersuchung der Rezeption als Indikatoren dafür dienen sollen, inwieweit sich die rezipierten Motive aufgrund gesellschaftlicher, politischer und historischer Wandlungen veränderten.
Als Vergleichsparameter zu Deutschland dient Italien, da es ebenso wie Deutschland nach 1945 einen neuen politischen Weg aus dem Faschismus finden musste, der aber eher kommunistisch geprägt war.

Betreuungsteam:
Prof. Dr. Elisabeth Cheauré (Erstbetreuung)
Prof. Dr. Dieter Martin
Prof. Dr. Ekaterina Dmitrieva

Vita

Seit Oktober 2017
Doktorandin im IGK 1956 „Kulturtransfer und ‚kulturelle Identität‘ – Deutsch-russische Kontakte im europäischen Kontext“

Oktober 2015 – November 2017
Studium der Literaturwissenschaft international: deutsch-russische Transfers an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und der Russischen Staatlichen Geisteswissenschaftlichen Universität Moskau mit dem Abschlussziel Master of Arts (Doppelabschluss)

Februar 2016 – Juni 2016
Auslandssemester an der Russischen Staatlichen Geisteswissenschaftlichen Universität Moskau, Russland

April 2015 – Juni 2015
Sprachkurs an der Staatlichen Universität St. Petersburg, Russland

Oktober 2011 – April 2015
Studium der Sprache, Kultur, Translation (Englisch, Italienisch, Russisch) am Fachbereich Translations-, Sprach- und Kulturwissenschaft in Germersheim der Johannes Gutenberg-Universität Mainz mit dem Abschluss Bachelor of Arts

Februar 2013 – Juli/2013
ERASMUS-Auslandssemester an der LUSPIO in Rom, Italien

September 2012
Sprachkurs an der Staatlichen Universität Kursk, Russland

Stipendien
Februar 2012 – Oktober 2017
Stipendiatin der Hans-Böckler-Stiftung

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