Polina Orekhova

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Kontakt

Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
IGK 1956 Kulturtransfer und ‚kulturelle Identität‘
Stadtstraße 5
79104 Freiburg im Breisgau
Deutschland

polina.orekhova[at]igk1956.uni-freiburg.de
Tel.: +49 761 203 98570

Projekt

Die Rolle Alexander Eliasbergs, Johannes von Günthers und Arthur Luthers in Kulturtransferprozessen zwischen Russland und Deutschland (von der Jahrhundertwende bis in die Weimarer Republik)

Das Dissertationsprojekt beschäftigt sich mit den deutsch-russischen Kulturvermittlern Alexander Eliasberg, Johannes von Günther und Arthur Luther, deren teils gemeinsamer Wirkungszeitraum ab den 1900er Jahren beginnt und sich über die Zeit des Ersten Weltkriegs in die Weimarer Republik und, im Falle der letzten beiden, sogar noch über den Nationalsozialismus bis ins Nachkriegsdeutschland erstreckt. Ihre Tätigkeitsfelder umfassen nicht nur Übersetzungen vom Russischen ins Deutsche und umgekehrt, sondern ebenfalls Herausgeberschaften, eigene Produktion literaturhistorischer, literaturwissenschaftlicher und künstlerischer Texte, Zeitungs- und Zeitschriftenbeiträge, Anthologien und Verlagsarbeiten. Dabei finden sich sowohl gemeinsame Arbeiten als auch konkurrierende Projekte.

Untersucht werden die Vermittlungsstrategien, die konstruierten Selbst- und Fremdbilder des „Deutschen“ und des „Russischen“, eigene Selbstinszenierungen, aber auch besonders die (Zusammen-)Arbeitsprozesse der drei Akteure. Der Untersuchungszeitraum umfasst schwerpunktmäßig die Jahre ca. 1900 bis zum Tod Eliasbergs 1924. Obwohl Eliasberg, Luther und von Günther nur einen kleinen Teil der russischen oder russischgeprägten Emigration in Deutschland ausmachen, sind sie unter den Übersetzern und Kulturvermittlern dieser Zeit jene Trias, die bis heute im kulturellen Gedächtnis überdauern konnte – wohingegen viele andere in Vergessenheit geraten sind. Dennoch ist besonders auffällig, dass die bisherige Forschung zu ihnen äußerst gering ist. Diese Forschungslücke zu schließen ist die Aufgabe des Projekts.

In der Arbeit werden die Tätigkeiten der drei Akteure vor dem Spiegel der Zeit betrachtet, sowohl konkurrierende als auch Gemeinschaftsprojekte herausgestellt und die Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede bezüglich der Vermittlungsstrategien, in erster Linie, russischer kultureller Artefakte nach Deutschland aber auch umgekehrt, umfassend analysiert.

Betreuungsteam:
Prof. Dr. Dieter Martin (Erstbetreuung)
Prof. Dr. Dietmar Neutatz
Prof. Dr. Dirk Kemper

Vita
Seit Nov 2019
Kollegiatin des Internationalen Graduiertenkollegs 1956 „Kulturtransfer und ‚kulturelle Identität‘ – Deutsch-russische Kontakte im europäischen Kontext“

Okt 2018 – Feb 2019
Auslandssemester an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Deutschland

2017- 2019
Masterstudium der Russlandstudien: Literatur, Geschichte, deutsch-russischer Kulturkontakt an der ALU Freiburg und der Russischen Staatsuniversität für Geisteswissenschaften (RGGU) Moskau

Okt 2012 – Feb 2013
Auslandssemester an der Humboldt-Universität zu Berlin, Deutschland

2009-2014
Bachelorstudium der Geschichte des Theaters und Theaterkritik an der Russischen Staatsuniversität für Geisteswissenschaften (RGGU) Moskau


Nebentätigkeiten

März 2018 – Mai 2018
Praktika am Goethe-Institut Moskau


Publikationen
Das Doppelgänger-Motiv in Hofmansthals „Reitergeschichte“, in: Deutsche Literatur und Kultur. 2. Studentische Konferenz am Thomas Mann-Lehrstuhl für Deutsche Philologie an der RGGU-Moskau“. Moskau, S. 23-29.

Šlegel‘, Hans-Joachim: Bluždajuščij goluboj svet, ili strannaja vstreča Bely Balaža i Leni Rifenštal‘, übers. von Polina Orekhova, in: Kinovedčeskie zapiski, Nr. 100/101 (2011/2012), S. 378-383.


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