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Elena Saranina

Elena Saranina

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RGGU Moskau
Miusskaja Pl. 6
125993 Moskau
Russland

elena.saranina[at]igk1956.uni-freiburg.de

Projekt

Die Ästhetik des Sowjetischen. Zur Modellierung der gesellschaftlichen Utopie bei Lion Feuchtwanger angesichts des Faschismus

Das Buch Moskau 1937. Ein Reisebericht für meine Freunde von Lion Feuchtwanger ist für seine starke prosowjetische Stimme ebenso berühmt wie umstritten. Es wurde in dem Jahr verfasst, das heute als Jahr des „Großen Terrors“ bekannt ist. Moskau 1937 wirft viele Fragen auf und das Thema des Terrors wird wegen des sympathisierenden Verhältnisses des Autors zur Sowjetunion und seiner Entscheidung, ein Buch mit apologetischem Inhalt zu schreiben, kontrovers diskutiert.
Feuchtwanger sah in der Sowjetunion ein „Reich der Vernunft“, aus dem, so glaubte er, Menschen kommen, die für Fortschritt sorgen. Deswegen sah er es als seine aufklärerische Aufgabe an, positiv über die UdSSR zu schreiben. Der Glaube an die Vernunft und an das Experiment der UdSSR sind dabei eng verbunden. Feuchtwanger thematisiert die Rolle der Vernunft in mehreren Texten, die sowohl vor Moskau 1937 erschienen sind, also auch in späteren Texten. Wie durch das genaue Nachzeichnen der Entwicklung des Vernunft-Begriffs gezeigt werden soll, kann Moskau 1937 im Werkkontext Feuchtwangers als ein Wendepunkt betrachtet werden.
Feuchtwanger beschäftigte sich vor allem mit historischen Romanen, die er nach eigener Aussage gegen die zeitgenössische „Dummheit“ verfasste. Das, was Feuchtwanger „Dummheit“ nannte, war der Faschismus.
Auf diese Weise versucht das Projekt, den Begriff der „Ästhetik des Sowjetischen“ zu etablieren und zu definieren, um die Frage zu beantworten, worin für Feuchtwanger genau die Ästhetik des sowjetischen Experiments bestand? Welche seiner Ansichten spielten eine Schlüsselrolle in dieser Frage? Was macht diesen Begriff in Feuchtwangers Werken, in seinem Schreiben und seinen Beziehungen zu Russland aus?

Betreuungsteam:


Vita

Seit Oktober 2020
Doktorandin im Internationalen Graduiertenkolleg 1956 „Kulturtransfer und ‚kulturelle Identität‘ ‒ Deutsch-russische Kontakte im europäischen Kontext“, (ALU Freiburg/RGGU Moskau)

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