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Sonja Erhardt

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Sonja Erhardt

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Projekt

Europäisch-russischer Musiktransfer. Kontakte, Einflüsse und Austausch im späten 18. Jahrhundert

Promotion am 31.10.2018 mit Summa cum laude abgeschlossen

Das Dissertationsprojekt untersucht die musikkulturellen Transferprozesse zwischen Westeuropa und Russland in den Jahren 1775 bis 1800. Diese Zeit wird als ausschlaggebend erachtet für die spätere nationale Entwicklung der Musik in Russland. Während sich zwar im 19. Jahrhundert ein explizit russischer Kulturraum herausbildete – der im musikalischen Kontext in der Nationaloper Glinkas seinen historiografischen Beginn nahm – liegt der Nährboden hierfür jedoch in früheren Jahrhunderten. Vor allem ein enges Beziehungsgeflecht innerhalb der dynastischen Kontakte (z. B. die Grand Tour des Großfürsten und späteren Zaren Paul I. sowie Marija Fёdorovna) sowie des europäischen Kommunikationssystems (z.B. die Kontakte zwischen Friedrich Melchior Grimm und Katharina II, Friedrich Nicolai und Ludwig Heinrich Nicolay, Hivart und Nikolaj Šeremetev sowie die Verlagstätigkeiten Bernhard Theodor Breitkopfs und Johann Daniel Gerstenbergs) bedingte und ermöglichte Transfers zwischen den Ländern und Höfen. Es kann deshalb davon ausgegangen werden, dass Nationalisierungstendenzen in der Musik immer in Verbindung mit der westeuropäischen Musikgeschichte stehen und weniger als eigenständige Entwicklung zu werten sind.

Betreuungsteam:
Prof. Dr. Dieter Martin (Erstbetreuer)
Prof. Dr. Joachim Grage
Prof. Dr. Dina Magomedova

Vita
Werdegang

Oktober 2014November 2019 (2018 in Elternzeit)
Doktorandin am IGK 1956: „Kulturtransfer und ‚kulturelle Identität’. Deutsch-russische Kontakte im europäischen Kontext“

November 2013
Master of Arts der Universität Heidelberg
Masterarbeit: Instrumentalmusik am Hof von St. Petersburg im 18. Jahrhundert. Die Violinsonaten von Domenico Dall’Oglio, Luigi Madonis und Giovanni Verocai

2011–2013
Masterstudium der Musikwissenschaft und Slavistik an der Universität Heidelberg und der
Musikhochschule Stuttgart

August 2011
Bachelor of Arts der Universität Heidelberg
Bachelorarbeit: Komponieren in der Evakuierung. Die Streichquartette von Nikolaj Mjaskovskij und Sergej Prokof’ev

2010–2011
Studienaufenthalt an der Staatlichen Universität St. Petersburg als DAAD-Stipendiatin

2007–2011
Bachelorstudium der Musikwissenschaft und Slavistik an der Universität Heidelberg

Praktika und sonstige Tätigkeiten

Februar–April 2013
Praktikum Goethe-Institut Nowosibirsk/Kulturabteilung

September–Oktober 2012
SWR2/Musikredaktion

Februar–April 2011
Praktikum Internationales Musikfestival Heidelberger Frühling e.V.

2010–2013
Vorstandsmitglied der Gesellschaft für Tanzforschung e.V.

2009‒2013
Studentische Hilfskraft im SFB 619 „Ritualdynamik“ der Universität Heidelberg

Publikationen

Publikationen


I. Monografie

  • Europäischer Musiktransfer. Russland im späten 18. Jahrhundert, Paderborn 2019 (= Kulturtransfer und ‚kulturelle Identität‘ 3). [zugl. Dissertation].

II. Herausgeberschaft

 

  • [Mit-Hg.] Transfer und Transformation. Theorie und Praxis deutsch-russischer Kulturtransferforschung, München 2017 (= Kulturtransfer und ‚kulturelle Identität‘ 1).

III. Artikel

  • „Kulturvermittlung zwischen (Sowjet-)Russland und der Schweiz: Der Nachlass des Musikwissenschaftlers Robert-Aloys Mooser in den Bibliotheken Genf und Basel“, in: Fontes Artis Musicae 67/1 (2020).
  • «Ein unbekannter Brief Christoph Martin Wielands an den Verleger Friedrich Vieweg», in: Wieland-Studien, Band 10, hg. von Klaus Manger u.a., Heidelberg 2017, S. 355–357.
    «Musikdiskurs und interdynastischer Kulturtransfer im 18. Jahrhundert. Zur kulturellen Wahrnehmung reisender Musizierender/Komponisten zwischen Russland und Westeuropa», in: Transfer und Transformation. Theorie und Praxis deutsch-russischer Kulturtransferforschung, München 2017, (= Kulturtransfer und ‚kulturelle Identität‘ 1), S. 275–286.
  • «Композитор Алессио Прати и его сочинение „Recueil de Romances“ в контексте путешествия Марии Федоровны и Павла Петровича» [Der Komponist Alessio Prati und sein Werk „Recueil de Romances“ im Kontext der Grand Tour Marija Fjodorovnas und Paul Petrovičs], in: «Музыка все время процветала…» Музыкальная жизнь императорских дворцов, hg. S.A. Astachovskaja und E.V. Minkina, St. Petersburg, 2015, S. 284–291.
  • «Die semantische Ebene in Elliott Carters 3. Streichquartett (1971)», in: Musik & Ästhetik, hg. Ludwig Holtmeier, Richard Klein und Claus-Steffen Mahnkopf, Stuttgart, 2015/3, S. 21–32.
  • «Ausgrenzung im Hochleistungsbereich?», in: das Orchester 12 (2014), S. 28–29.
  • «Tauwetter in Sibirien», in: das Orchester 11 (2014), S. 42.
  • «Композитор Георгий Свиридов в немецкоязычной музыковедческой литературе в Германии в XX и XXI веке» [Der Komponist Georgij Sviridov in der musikwissenschaftlichen Literatur in Deutschland im 20. und 21. Jahrhundert], in: Родная земля: образ и идея русской культуры, hg. A. S. Belonenko, Kursk, 2012, S. 141–148.
  • «Cочинение музыки во время эвакуации – исследование отборных струнных квартетов Прокофьева и Мясковского» [Komponieren in der Evakuierung – Untersuchungen ausgewählter Streichquartette Prokof’evs und Mjaskovskijs], in: Г. В. Свиридов и современность, hg. von A. S. Belonenko, Kursk, 2011, S. 208–225.

IV. Rezensionen

  • «Agostino Poli Gran Concerto für drei Violoncelli und Orchester», Ortus, Beeskow 2017, in: das Orchester 3 (2017), S. 62.

 

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